Ratgeber & Sicherheit
1. Ratgeber
1.1 Wie verkaufe ich mein Fahrzeug?
1.2 Wie kaufe ich mein Wunschfahrzeug?
- „Soll ich oder soll ich nicht...?“ – Pro & Kontra Autokauf
- „Her mit den Schnäppchen!“ – Preise vergleichen
- „Na, dann wollen wir mal sehen“ – Besichtigung und Probefahrt
- „Papiere bitte!“ – Dokumente und Unterlagen
- „Und das noch und das noch und das...“ – Vertrag und Bezahlung
2. Sicherheit
2.1 Autokauf im Internet
- Datenklau durch Phishing-E-Mails
- Finanzieller Betrug durch Vorkasse
- Der Trick mit dem Treuhandservice
- Vorsicht bei der Fahrzeugübergabe
2.2 Autoverkauf im Internet
- Scheckbetrug
- Vermittlungsmasche
- Der Kontotrick
- Niemals Dokumente digital versenden
- Die Rolle von pkw.de beim Verkauf
1. Ratgeber
1.1 Wie verkaufe ich mein Fahrzeug?
Das Inserat
Bei pkw.de können Privatverkäufer kostenlos bis zu zwei Autos mit Fotos inserieren. Fotografieren Sie das Fahrzeug im aktuellen Zustand und beschreiben Sie es so konkret wie möglich. Je detaillierter und informativer der Wagen auf unseren Seiten erscheint, desto gezielter finden Interessenten Ihr Angebot und umso eher kommt ein Verkauf zustande. Verschweigen Sie bitte niemals Mängel oder etwaige Unfallschäden. Das gilt vor dem Gesetz als „arglistige Täuschung“ und erlaubt dem Käufer später vom Vertrag zurückzutreten oder den Kaufpreis zu mindern. Kommt es zu einem Unfall, können Sie sogar zu Schadensersatz verurteilt werden. Auch sollten Sie ein Auto nicht als „unfallfrei“ bezeichnen, wenn Sie nicht wirklich der Erstbesitzer sind und es gar nicht wissen können. Ausgebesserte Blech- oder Lackschäden müssen nicht explizit genannt werden. Bei der ersten Kontaktaufnahme sollten Sie jedoch schon mal etwaige Vor- und Nachteile darlegen, die einen Käufer interessieren könnten, wie etwa der technische Zustand, TÜV- und ASU-Termine, erneuerte Teile und Extras. Sie ersparen sich dadurch sinnlose und zeitraubende Besichtigungstermine.
Der Preis
Wer ein Auto kaufen will, schaut in der Regel zuerst nach dem Preis. Kalkulieren Sie deshalb sorgfältig. Wer schon zu Beginn übertriebene Summen aufruft, gilt als dubios und unseriös, wer zu niedrig ansetzt, wird von professionellen Autokäufern gerne über den Tisch gezogen. Grundlegende Kriterien zur Preisfindung sind, neben Marke und Modell, das Baujahr, der Kilometerstand und der technische Zustand. Aber auch zusätzliche Ausstattungen können wichtig werden, ebenso wie der Standort des Verkaufs. Kalkulieren Sie bei Cabrios auch mit der Jahreszeit.
Die Probefahrt
Hier entscheidet der erste Eindruck. Deshalb sollte das Auto unbedingt vor dem Besichtigungstermin außen und innen gereinigt werden. Mit einer professionellen Fahrzeugaufbereitung (Kostenvoranschlag einholen) lässt sich eventuell ein deutlich höherer Preis erzielen. Vereinbaren Sie den Termin möglichst bei Tageslicht und außerhalb der Hauptverkehrszeiten. Planen Sie bei mehreren Terminen mit mindestens einer Stunde pro Interessent, damit Sie nicht unter Zeitdruck geraten. Nehmen Sie immer an der Probefahrt teil und überlegen Sie sich vorher schon eine geeignete Strecke, möglichst mit Land- und Schnellstraße. Lassen Sie sich vor der Probefahrt den Führerschein zeigen. Bei älteren oder unkenntlichen Bildern sollten Sie auch den Personalausweis verlangen, um sicherzugehen, dass Interessent und Führerschein auch tatsächlich zusammengehören.
Der Vertrag
Halten Sie alle wichtigen Unterlagen bereit: Fahrzeugschein, Fahrzeugbrief, Serviceheft, den letzten TÜV-Bericht, Belege über Zusatzausstattungen sowie Wartungsarbeiten und Reparaturen. Der Käufer muss mindestens 18 Jahre alt sein und einen Führerschein besitzen. Schließen Sie einen schriftlichen Vertrag ab, um bei rechtlichen Auseinandersetzungen, die zu einem späteren Zeitpunkt auftreten könnten, gewappnet zu sein. Als Privatverkäufer sollten Sie darin in jedem Fall mögliche Garantieansprüche ausschließen. Soll heißen, das Auto wird verkauft wie gesehen. Anderenfalls greift die gesetzlich vorgeschriebene zweijährige Gewährleistungspflicht, die dem Käufer erlaubt, bei nachträglich festgestellten Mängeln Ansprüche gegen Sie zu stellen, etwa den Kaufpreis zu mindern, eine kostenlose Reparatur zu verlangen oder ganz vom Vertrag zurückzutreten. Selbstständige Personen sowie Freiberufler können die Gewährleistungspflicht lediglich auf ein Jahr verkürzen (§ 475 Abs. 2, BGB). In dem Fall empfiehlt sich ein Gutachten, mit dem sich alle möglichen Mängel ausschließen lassen.
Die Bezahlung
Den Fahrzeugbrief dürfen Sie erst dann übergeben, wenn der Kaufpreis komplett bezahlt ist. Vermeiden Sie Schecks oder Ratenzahlungen. Im Idealfall erhalten Sie den Betrag in bar bei der Fahrzeugübergabe – vorausgesetzt, die findet an einem sicheren Ort statt. Parkhäuser, Tiefgaragen oder Autobahnrastplätze sind vielleicht geeignete Treffpunkte in Krimis, jedoch sollten Sie in der Realität diese Orte nicht zur Fahrzeugübergabe nutzen. Idealerweise treffen Sie sich in Ihrer eigenen Bank, in der Sie das Geld auch gleich auf Ihr Konto einzahlen können.
1.2 Wie kaufe ich mein Wunschfahrzeug?
„Soll ich oder soll ich nicht...?“ – Pro & Kontra Autokauf
Ein Auto zu kaufen ist, je nach Modell, eine teure Angelegenheit. Deshalb sollten Sie vorher die Vor- und Nachteile abwägen, und sich auch selbstkritisch einige Fragen stellen. Brauche ich wirklich ein Auto oder wohne ich in einer Stadt/Region, wo der öffentliche Nahverkehr die wirtschaftlichere und umweltfreundlichere Alternative ist? Wenn ich ein Auto erworben habe, wozu werde ich es hauptsächlich nutzen? Trotz höherer Anschaffungskosten rechnet sich bei größeren Modellen und Fahrleistungen ab rund 20.000 Kilometer ein Diesel. Die Kfz-Steuer wird ab 1. Juli 2009 nicht mehr nur nach Motorgröße, sondern zum größeren Teil nach dem Kohlendioxid-Ausstoß der Fahrzeuge bemessen. Ein Blick auf die Emissionswerte kann in Zukunft laufende Kosten sparen und den Wiederverkaufswert steigern. Dieser sollte generell bei den Überlegungen eine Rolle spielen. Erfahrungsgemäß verlieren große Modelle schneller an Wert als Kleinwagen, deutsche Fabrikate weniger als ausländische Marken und Trendfahrzeuge (Mini, Mercedes SLK, Porsche Boxter etc.) sind teurer als Volumenmodelle.
„Her mit den Schnäppchen!“ – Preise vergleichen
Vergleichen Sie die Preise sorgfältig. Bedenken Sie nicht nur den Kaufpreis, sondern überschlagen Sie auch die monatlichen Kosten für Steuer und Versicherung. Die Kfz-Steuer wird von Juli 2009 an nach Motorgröße und Kohlendioxid-Ausstoß der Fahrzeuge bemessen. Und die potenziellen Prämien können Sie bei den meisten Versicherungsgesellschaften online ausrechnen lassen.
„Na, dann wollen wir mal sehen“ – Besichtigung und Probefahrt
Nehmen Sie zum Treffen sicherheitshalber einen Ausdruck des Inserats mit. Damit lassen sich etwaige Missverständnisse vor Ort ausräumen. Der Besichtigungstermin sollte tagsüber und möglichst bei gutem Wetter erfolgen. So fallen Mängel oder Schäden an Karosserie und Lack sofort ins Auge. Typische Korrosionsstellen finden sich vor allem an Kotflügeln und Türen, schauen Sie hier besonders auf die Kanten, Falze und Schweller. Auch Matten und Teppiche sollten Sie hochheben, um die Bodenbleche im Innenraum und soweit möglich auch den Unterboden ins Visier zu nehmen (Taschenlampe nicht vergessen). Achten Sie auf unregelmäßige Fugen- und Spaltmaße bei Türen, Motorhaube und Heckklappe, die auf einen früheren Unfall hindeuten können. Ein Blick auf die Reifen ist immer angebracht, nicht allein um den Zustand der Pneus und des Profils zu prüfen. Bei geringer Profiltiefe (weniger als drei Millimeter) werden Sie schon bald neue Reifen kaufen müssen. Ein unregelmäßig abgefahrenes Profil kann auf eine fehlerhafte Auswuchtung oder Schäden am Fahrwerk hinweisen. Dellen, Risse und Schrammen in den Felgen zeugen von Randstein-Kollisionen. Während der Probefahrt sollten Sie Beleuchtung, Scheibenwischer, Klima- und Heizungsanlage sowie alle Hebel und Instrumente im Armaturenbrett überprüfen. Schalten Sie alle Geräuschquellen (Radio, Lüftung etc.) aus und schließen Sie auch die Fenster. Die Kupplung muss ohne Rubbeln und Durchrutschen funktionieren, die Handbremse fest arretieren und die Fußbremse gleichmäßig und kräftig zupacken. Das Lenkrad darf nicht flattern und das Bremspedal nicht pulsieren. Anderenfalls sind womöglich die Räder schlecht ausgewuchtet oder die Bremsscheiben beschädigt. Nehmen Sie bei Bedarf einen erfahrenen Begleiter mit, der Mängel oder Manipulationen am Auto oder auch an den Papieren erkennen kann. Alternativ können Sie auch von Automobilclubs, Vertragshändlern oder freien Werkstätten ein Gutachten oder einen Zustandsbericht anfertigen lassen.
„Papiere bitte!“ – Dokumente und Unterlagen
Neben dem technischen Zustand sollten Sie die Papiere des Fahrzeugs überprüfen. Das wichtigste Dokument ist der Fahrzeugbrief. Aus ihm geht auch die Zahl der Vorbesitzer hervor. Bei Briefen der alten Generation sind bis zu sechs eingetragen, die neuen Fahrzeugbriefe nennen maximal zwei Vorbesitzer. Ist der Wagen noch angemeldet, muss auch ein Fahrzeugschein vorhanden sein. Andernfalls muss eine Abmelde- oder Stilllegungsbescheinigung vorliegen. Fahrzeuge, die älter als drei Jahre sind, benötigen das Protokoll der letzten Hauptuntersuchung (HA) und die Bescheinigung der Abgasuntersuchung (AU). Das Scheckheft ist nicht vorgeschrieben, gibt Ihnen jedoch auch einen aufschlussreichen Einblick in den technischen Zustand des Autos. Sie sollten ebenso darauf achten, dass die Daten im Pass des Halters mit denen im Fahrzeugbrief übereinstimmen. Sollte das nicht der Fall sein, bestehen Sie auf eine Vollmacht des Halters.
„Und das noch und das noch und das...“ – Vertrag und Bezahlung
Der Kaufvertrag ist das Dokument, in dem alle wesentlichen Angaben über den Käufer, den Verkäufer, das Fahrzeug sowie alle mündlich getroffenen Zusagen stehen sollten. Halten Sie so viel wie möglich schriftlich fest, beispielsweise einen Unfallschaden, Modifikationen (Austauschmotor, Räder, Tuning) am Auto oder ob es sich um ein EU-Importfahrzeug handelt. Bezahlt wird selbstverständlich erst nach der Unterzeichnung des schriftlichen Kaufvertrages und bei Übergabe aller Dokumente und der Schlüssel. Erfolgt die Übergabe erst nach Vertragsabschluss, sollte der Termin dafür im Vertrag festgehalten werden. Gleiches gilt für teure Extras wie Alu-Felgen, Audio- und Navigationssysteme, die manchmal nachträglich gegen minderwertige Ware ausgetauscht werden. Die eleganteste Lösung für alle Beteiligten ist die Barzahlung.
Leisten Sie aber auf keinen Fall Anzahlungen! Auch nicht vorab per Bargeldtransfer oder Überweisungsservices. Diese sind auch beim Internet-Fahrzeughandel nicht üblich (s. Kapitel Sicherheit).
2. Sicherheit
2.1 Autokauf im Internet
Datenklau durch Phishing-E-Mails
Die so genannte Phishing-Mail ist eine inzwischen verbreitete Methode, dem Internet-User vertrauliche Daten zu entlocken. Per E-Mail werden Sie dazu aufgefordert, eine seriösen Anbietern nachempfundene, jedoch gefälschte Internetseite anzuklicken, um dort sensible Daten, Passwörter oder geheime Zugangsdaten einzugeben. Mit Hilfe der abgefragten Daten werden anschließend Bankkonten leer geräumt oder die Daten werden auf andere betrügerische Weise missbraucht. Seien Sie also besonders wachsam, wenn Sie unaufgefordert E-Mails erhalten, in denen Sie persönliche Daten eingeben, Anhänge herunterladen sollen oder per Link weiter geleitet werden. pkw.de wird niemals in einer E-Mail nach vertraulichen Daten fragen. Der Zugang zu unseren Angeboten ist völlig frei und unverbindlich.
Finanzieller Betrug durch Vorkasse
Wie im konventionellen Autohandel sind auch im An- und Verkauf via Internet Anzahlungen für Reservierungen oder als Liquiditätsnachweis nicht üblich. Leisten Sie deshalb niemals eine Anzahlung – für was auch immer! Auch Aufforderungen zu Geldüberweisungen über Western Union, MoneyGram oder ähnliche Anbieter sollten Sie einfach ignorieren. Diese Services sind vorwiegend für den Zahlungsverkehr mit vertrauten Empfängern (Freunde, Verwandte) gedacht und bieten keine Absicherung seitens des beauftragten Geldinstituts.
Der Trick mit dem Treuhandservice
Hier wird dem Käufer vom vermeintlichen Verkäufer eine Spedition oder ein Verschiffungsunternehmen im Internet benannt, das angeblich treuhänderisch tätig sei und die Zahlungsabwicklung übernehmen soll. Die Internetseiten zu diesen Firmen sind häufig gut gefälscht und wirken seriös. Oft haben diese Firmen ihren Sitz im Ausland, wodurch es in der Regel nicht möglich ist, später das verlorene Geld wiederzukommen. Manchmal wird dem Käufer auch mitgeteilt, dass das Geld derzeit zurück überwiesen werde, da es Unstimmigkeiten mit dem Konto gebe. Dies ist jedoch reine Hinhaltetaktik und erschwert am Ende nur die Rückforderung des Geldes.
Vorsicht bei der Fahrzeugübergabe
Generelle Vorsicht gilt bei allen besonders günstigen Angeboten. Kein Verkäufer bietet seine Ware unter Wert an! Womöglich handelt es sich um ein gestohlenes Auto oder es existiert überhaupt nicht und der Verkäufer versucht nur, an Ihr Geld zu kommen. Gehen Sie deshalb nicht mit großen Geldbeträgen zur Übergabe. Lassen Sie sich am besten von einem Experten begleiten, der verborgene Mängel am Auto entdecken kann. Vermeiden Sie ungewöhnliche Treffpunkte wie Parkhäuser oder Autobahnraststätten. Schließen Sie einen schriftlichen Kaufvertrag ab, in dem auch alle teuren Extras und mündliche Zusagen aufgenommen sind. Achten Sie auf Original-Dokumente und auf die Vollständigkeit der Papiere und Schlüssel. Überprüfen Sie die Fahrgestellnummer des Fahrzeugs (Motorraum, Frontscheibe) mit der im Kfz-Brief bzw. im Fahrzeugschein.
2.2 Autoverkauf im Internet
Scheckbetrug
Kaufinteressenten aus dem Ausland kontaktieren Sie und akzeptieren sofort den Kaufpreis. Unter einem Vorwand wird Ihnen ein Scheck mit einem weitaus höheren Betrag, als das Auto kostet, ausgestellt. Die Differenz sollen Sie dann entweder in bar übergeben oder per Bargeldtransfer überweisen. Nach einigen Tagen platzt dann der zunächst gutgeschriebene Scheck. Im schlimmsten Fall sind sowohl Ihr Auto als auch Ihr gezahlter Differenzbetrag weg.
Vermittlungsmasche
Nach dem Einstellen Ihres Fahrzeuginserates erhalten Sie eine SMS oder eine E-Mail mit der Aufforderung, Kontakt zu einer Vermarktungsfirma aufzunehmen. Diese gibt vor, Kaufinteressenten zu vermitteln und verlangt dafür eine Vermittlungsgebühr. Oft dient als Absender eine Ihnen bekannte Fahrzeugbörse oder die Dienstleistung wird angeblich vom ADAC empfohlen. Im Einzelnen gibt es drei Variationen dieser „Vermittlungsmasche“: Bei einem Anruf über die angegebene Telefonnummer wird Ihnen mündlich ein potenzieller Kaufinteressent versprochen. Erklären Sie sich mit der Vermittlung einverstanden, erreicht Sie wenige Tage später eine Rechnung über die Vermittlungsgebühr. Bei Nicht-Zahlung folgen Mahnungen. Zu einem Kontakt zwischen Ihnen und dem potenziellen Käufer kommt es natürlich nicht. Oder: Nach dem Telefonat folgt statt des angeforderten Informationsmaterials ungefragt die Rechnung, obwohl Ihnen noch kein Interessent vermittelt wurde. Oder: Nach dem Telefonat wird Ihnen ein Vertrag zugeschickt, dessen Gegenstand jedoch nicht die erfolgreiche Vermittlung ist, sondern lediglich die Aufnahme in eine Datenbank. Doch bedenken Sie: pkw.de ist ja bereits ein Mittler zwischen Fahrzeuganbietern und potenziellen Käufern. Es braucht also keine zusätzliche Vermittlungsfirma.
Der Kontotrick
Ein potenzieller Käufer – meist aus dem Ausland – meldet sich auf Ihr Inserat. Unter dem Vorwand einer Überprüfung durch die (ausländische) Bank schickt der Betrüger vor der eigentlichen Überweisung der Geldsumme für das Auto zunächst kleinere Cent-Beträge auf ihr Konto. Anschließend werden Sie aufgefordert, dem Käufer die Höhe dieser Cent-Überweisungen oder einen Code, der im Verwendungszweck der Überweisung steht, zur Bestätigung Ihrer Kontoangaben mitzuteilen. Hier nutzt der Betrüger das vertraute und harmlose Verifizierungsverfahren von Kontoeröffnungen bei Online-Bezahldiensten wie PayPal oder Click-and-Buy. Doch mit den Kontodaten und der Kenntnis der Codes eröffnet der Betrüger selbst ein Bezahldienst-Konto und hat damit uneingeschränkten Zugriff auf das Bankkonto des Verkäufers, ohne dass dieser davon erfährt.
Niemals Dokumente digital versenden
Versenden Sie beim Autoverkauf niemals kopierte oder gescannte Fahrzeugpapiere oder Ausweisdokumente per E-Mail! Diese Dokumente erlauben es dem Empfänger, die Identität des wahren Dokumenteninhabers anzunehmen und in dessen Namen zu handeln. Im schlimmsten Fall können mit diesen Dokumenten in elektronischer Form erneut Betrügereien begangen werden – für die Sie strafrechtlich verfolgt werden können.
Die Rolle von pkw.de beim Verkauf
pkw.de stellt lediglich den Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer her und ist am Verkaufsabschluss nicht beteiligt. Die Identität der Anbieter, deren geschäftliche Bonität wie auch das Vorhandensein von realen Fahrzeugen werden nicht geprüft. pkw.de gibt auch keine Empfehlung bezüglich der Vertrauenswürdigkeit von Verkäufern, Käufern oder Bezahlmethoden. Ebenso wenig bietet pkw.de einen Treuhandservice oder Bargeldtransfer an. Sollten Sie also jemals aufgefordert werden, solche Services von pkw.de zu nutzen, handelt es sich garantiert um eine betrügerische Fälschung.
